„Diese Landschaft hat nichts Irdisches mehr. Sie scheint in ihrer Entrücktheit ein in sich geschlossenes Leben zu führen,“ schrieb Christiane Ritter im Winter 1934/1935. Den verbrachte die Österreicherin gemeinsam mit ihrem Ehemann in einer Trapperhütte im Norden Spitzbergens. Ihr Buch „Eine Frau erlebt die Polarnacht“ wurde bis heute millionenfach gedruckt. Bernd G. Schmitz hat 88 Jahre später Ritters Hütte und andere spannende Plätze auf Spitzbergen besucht, im arktischen Sommer, als Mitsegler auf einem 30 Meter langen Stagsegelschoner mit eisverstärktem Rumpf. Der Journalist bestaunte die Ruinen der Bergbausiedlung Ny-London im Kongsfjord, die Gräber pomorischer Jäger an der Küste Nordauslands und zehntausende auf einem Felsen brütende Lummen in der Hinlopenstraße. Neben den Eisbären, denen man besser nur mit einem bewaffneten Guide begegnet, faszinierten den Referenten besonders die neugierigen Walrosse, deren markante Stoßzähne vor allem dazu dienen, im Meeresgrund nach Muscheln zu graben. Mit dem sich auch in der Arktis verändernden Klima schrumpfen die Gletscher Spitzbergens schneller als in anderen Weltregionen. Wer sich der imposanten Eiswand einer Abbruchkante mit dem Segelschiff nähert, ist geneigt, dies zu vergessen.
Die Kursgebühr bei vorheriger Anmeldung beträgt 10,00 Euro, an der Abendkasse 15,00 Euro.
Anmeldungen sind unter der Kursnummer AE19G40 bei der Kreisvolkshochschule möglich per E-Mail an info@vhs-goslar.de, telefonisch unter 05321 76 7560 oder online unter www.vhs-goslar.de.
Wer an dem Abend gerne spontan kommen mag, ist herzlich eingeladen, es gibt eine Abendkasse.
Bildnachweis: (c) Bernd G. Schmitz
