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O11G55 Katholische Reform und Gegenreformation im Fürstbistum Hildesheim

Beginn Do., 15.11.2018, 19:30 - 22:00 Uhr
Kursgebühr gebührenfrei - Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.
Die Geschäftsstelle des Vereins erreichen Sie unter Tel. 05321 3182757 oder per E-Mail: info@gv-goslar.de
Dauer 3 U-Std. 1 x abends
Information In Zusammenarbeit mit dem Geschichtsverein Goslar e. V.
Kursleitung Dr. Thomas Scharf-Wrede
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Infolge des "Quedlinburger Rezesses" vom 13. Mai 1523, der die "Hildesheimer Stiftsfehde" (1519 - 1523) beendete, musste der Hildesheimer Bischof den größten Teil seines Territoriums an die welfischen Herzöge abtreten - ihm und dem Domkapitel verblieben lediglich das "Kleine Stift" mit den Städten Hildesheim und Peine sowie die Ämter Marienburg, Steuerwald, Peine und die Dompropstei mit 90 Dörfern. Erst gut 100 Jahre später und damit im Zuge des 30-jährigens Krieges wurde den Hildesheimer Bischöfen durch den Hildesheimer Hauptrezess vom 27. April 1643 das "Große Stift" restituiert, wodurch sie - leicht modifiziert durch die Beschlüsse des Westfälischen Friedens von 1648 - ein konfessionell differentes Territorium regierten; was sich so bis zur Neuumschreibung des Bistums zu Beginn des 19. Jahrhunderts erhalten hat. Umgeben von protestantisch regierten Fürstentümern, war der Forstbestand des katholischen Fürstbistums Hildesheim spätestens nach 1568 bedroht. Aus diesem Grund bemühte sich Bischof Burchard von Oberg (1557 - 1573) um eine engere Verbindung des Bistums Hildesheim mit einer der mächtigen katholischen Dynastien des Reiches - die mit dem Regierungsantritt des Wittelsbacher Herzogs Ernst von Bayern (1573 - 1612) auch realisiert wurde; mit ihm begann eine - nur einmal kurzzeitig unterbrochen - fast 200-jährige Reihe Wittelsbacher Herzöge auf dem Hildesheimer Bischofsstuhl. Dr. Thomas Scharf-Wrede, Jg. 1959, Studium der Kath. Theologie und Geschichte in Osnabrück, Promotion über das Bistum Hildesheim im 19./20. Jahrhundert. Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Osnabrück und im Bistumsarchiv Hildesheim, seit 1996 Direktor des Bistumsarchivs Hildesheim. Zahlreiche Veröffentlichungen zur Hildesheimer Bistumsgeschichte respektive niedersächsischen Landesgeschichte. Vorsitzender des Vereins für Geschichte und Kunst um Bistum Hildesheim, Mitglied in verschiedenen archivischen Fachgremien.

Geschäftsstelle des Geschichtsvereins im St. Annenhaus (geöffnet: donnerstags zwischen 9 und 12 Uhr)
Telefon 05321 3182757 (außerhalb der Öffnungszeiten ist der Anrufbeantworter eingeschaltet)
E-Mail: info@gv-goslar.de



Kurs abgeschlossen

Kursort

Kreistagssaal

Klubgartenstr. 6
38640 Goslar

Termine

Datum
15.11.2018
Uhrzeit
19:30 - 22:00 Uhr
Ort
Klubgartenstr. 6, GS; Kreishaus; KTS