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M11G55 Kaiser Heinrich III. und die Sachsen - Konflikte und Konfliktlösungen

Beginn Do., 12.10.2017, 19:30 - 22:00 Uhr
Kursgebühr gebührenfrei Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.
Die Geschäftsstelle des Vereins erreichen Sie unter Tel. 05321 518103 oder per E-Mail: kontakt@geschichtsverein.de
Dauer 3 U-Std. 1 x abends
Onlineanmeldung Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.
Information In Zusammenarbeit mit dem Geschichtsverein Goslar e. V., der für das Programm verantwortlich zeichnet, der Stadt Goslar, die die Kaiserpfalz als Vortragsraum und die Technik stellt, und dem Museumsverein Goslar e. V., der die Ausstellung "Das Evangeliar Heinrichs III. und seine Reise durch die Zeiten" in der Kaiserpfalz initiiert hat.
Die Vortragsreihe wird vom Regionalverband Harz und vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur gefördert.
Kursleitung Gerd Althoff

Das historische Urteil über Kaiser Heinrich III. ändert sich, je nachdem welchen Bereich seiner Herrschaft man ins Auge fasst. Blickt man auf Heinrichs Förderung der Kirche und die Zusammenarbeit mit Bischöfen und Päpsten, liegt ein positives Urteil nahe, ja die Feststellung, das "ottonisch-salische Reichskirchensystem" sei unter ihm zu einem Höhepunkt gelangt. Konzentriert man sich auf Heinrichs Verhältnis zum Adel, fallen einige lang andauernde und erbitterte Konflikte auf, die Heinrich IV. mit großer Härte führte. Dass "die Milde den Thronen immer am Herzen liege" (Widukind von Corvey), ist hier keineswegs zu spüren. Der Vortrag geht der so aufgeworfenen Frage am Beispiel des Verhaltens Heinrichs III. gegenüber den Sachsen nach. Was sagt das königliche Verhalten in Konflikten mit den oder einzelnen Sachsen über seine Herrschaftsauffassung aus, hielt er sich an die üblichen Spielregeln der Konfliktführung und -beilegung. Oder weitete er seine Herrschaftsansprüche aus und suchte folglich die Spielregeln zu seinen Gunsten zu verändern? Diese Perspektive ermöglicht eine Beurteilung der Politik Heinrichs III. gegenüber den Sachsen und den Vergleich mit dem Verhalten seiner Vorgänger und Nachfolger. Sie schafft so Kriterien für ein Urteil über Kaiser Heinrich III., die eng an die Vorstellungen der Zeitgenossen angelehnt sind.
Prof. Dr. Gerd Althoff studierte Geschichte und Germanistik in Münster und Heidelberg. 1974 wurde er in Münster mit einer Arbeit über das Necrolog von Borghorst promoviert; für die nächsten sechs Jahre arbeitete er als Wissenschaftlicher Assistent an der Universität Freiburg im Breisgau, wo er sich 1981 habilitierte. 1986 wurde er als Professor für Mittelalterliche Geschichte an die Westfälische Wilhelms-Universität berufen; es folgten Lehrstühle an den Universitäten von Gießen (1990) und Bonn (1995), bis er 1997 wieder nach Münster zurückkehrte. Für seine Leistungen erhielt Gerd Althoff 2005 den Forschungspreis der Westfälischen Wilhelms-Universität.



Kurs abgeschlossen

Kursort

GS; Kaiserpfalz

Kaiserbleek 6
38640 Goslar

Termine

Datum
12.10.2017
Uhrzeit
19:30 - 22:00 Uhr
Ort
Kaiserbleek 6, GS; Kaiserpfalz